Reitsport

Reiten rückt zunehmend in den Fokus unserer Gesellschaft. Allerdings steht hier weniger Arbeit oder Militärdienst als vielmehr Sport und Freizeit im Vordergrund. Das Pferd ist Partner, Freund und Trainingsgerät in einem. Zu unterscheiden gilt vorallem die englische bzw. klassische Reitweise von der Westernreitweise.

Die englische Reitweise ist eine Sammelbezeichnung für Dressurreiten, Springreiten, Vielseitigkeitsreiten, Rennreiten und Jagdreiten sowie u.a. Polo. Typisch ist der steitge Kontakt über Zügel mit dem Pferdemaul sowie die Einwirkung über Gewichtshilfen und Schenkel.

Die Westernreitweise ist eine Arbeitsreitweise und hat ihren Ursprung im Reitstil der amerikanischen Cowboys. Ausgebildete Westernpferde werden einhändig mit konstant durchhängendem Zugel geritten. Die Lenkung erfolgt hauptsächlich über den anliegenden Zügel am Pferdehals. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Disziplinen im Westernreiten herausgebildet, mit u.a. Reining, Cutting, Working Cowhorse, Trail, Pleasure und vielen anderen.

Die Zahl an sportlich gerittenen Pferden nimmt stetig zu. Somit ist die Verletzungshäufigkeit von Pferd und Reiter proportional in den letzten Jahren angestiegen. Sprint-, Sprung-, Stop- und Drehbelastungen stellen hohe Anforderungen an Pferd und Reiter. Der gesamte Bewegunsapparat von Mensch und Tier wird in unterschiedlichster Ausprägung stark belastet. Nur konsequente Bewegung und ein ausgefeiltes Ernährungskonzept können das Fluchttier Pferd vor Erkrankung und Verletzung schützen. Anhaltendes Training und Fitness sind Grundvoraussetzungen eines jeden Reiters. Belastet werden besonders Sprunggelenk, Knie, Wirbelsäule und Schulter. Funktionsstörungen spiegeln sich im Partner und schmälern den Erfolg.