Laufsport

Laufsport ist Volkssport und wurde bereits in der Antike betrieben. So ist der Stadionlauf bereits 776 v. Chr. als olympische Disziplin beschrieben. Am bekanntesten ist der Marathonlauf mit über 42 km Länge.

Laufsport kann von jedermann, zu jeder Zeit und an jedem Ort ohne grossen Aufwand betrieben werden. Entscheidend ist Motivation und Zeit.

Zu unterscheiden gilt Kurzstrecke (400 m), Mittelstrecke (800-1609 m), Langstrecke (2000 m - 42,195 km), Ultralangstrecke und Bergläufe. Die meisten Läufer trainieren überwiegend Ihre Ausdauer und Kondition. Zu wenig Wert wird in der Regel auf ausreichende Muskelkräftigung u.a. auch des Rumpfes gelegt.

Beim klassischen Jogging wird ein Trab mit kurzem Schritt gelaufen. Der Rückfusslauf ist hier der häufigste Stil, welcher das Knie verstärkt belastet und zu Problemen führen kann.

Beim Walken bzw. Nordic Walking mit zusätzlichem Einsatz von Gehstöcken, bleibt immer ein Fuss auf dem Boden stehen. Die Belastung auf die Gelenke der unteren Extremitäten ist dadurch deutlich geringer.

Zu unterscheiden gilt der Rückfuss- (75%), Mittelfuss- (15%) und Vorfussläufer (10%). Kleine Schritte verringern die Belastung auf den Bewegungsapparat. Eine korrekte Aufsetzposition direkt unter dem Körperschwerpunkt steigert die Effizienz. Die Rückstosselastizität ist am grössten bei richtiger Positionierung des Fusses relativ zum Körper. Sie ist eine wichtige Energiequelle ohne zusätzliche Muskelkraft. Durch zu lange Schritte und damit Vorschwingen des Unterschenkels wird zu viel Energie vergeudet. Das steigert das Verletzungsrisiko. Zu rasches Steigern der Trainingseinheiten führt zu Überlastungsschäden, wie u.a. Ermüdungsbrüche an den unteren Extremitäten. Sehnen, Bänder und Gelenke benötigen Zeit, um sich auf steigende Belastung einstellen zu können. Das Kniegelenk ist hier am häufigsten betroffen.

Ein Läufer von 75 kg Körpergewicht verspürt beim Laufen in der Ebene pro Schritt 2250 N Belastung auf sein Knie. Korrektes Laufen führt zu einer Kräftigung des Bewegungsapparates u.a. mit dynamischer Belastung der Rückenmuskulatur, psychischer Ausgeglichenheit und Stärkung des Herz-Kreislaufsystemes sowie des Immunsystemes. Neben richtigem Training ist die medizinische Begleitung zur Prophylaxe und Therapie entscheidend für den Erfolg.